{"id":1929,"date":"2016-09-30T16:35:02","date_gmt":"2016-09-30T14:35:02","guid":{"rendered":"https:\/\/sw6.hoseonline.de\/blog\/?p=1929"},"modified":"2020-11-05T15:42:25","modified_gmt":"2020-11-05T14:42:25","slug":"die-bedeutung-der-zertifizierung-in-der-modebranche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hoseonline.de\/blog\/die-bedeutung-der-zertifizierung-in-der-modebranche\/","title":{"rendered":"Die Bedeutung der Zertifizierung in der Modebranche"},"content":{"rendered":"<h2><a href=\"https:\/\/modemagazin.hoseonline.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Infografik-Final.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1943 \" title=\"Infografik: Nachhaltigkeit in der Textilbranche &amp; M\u00f6glichkeit der Zertifizierung\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Infografik-Final.jpg\" alt=\"Infografik - Nachhaltigkeit in der Textilbranche \" width=\"1267\" height=\"668\" srcset=\"https:\/\/www.hoseonline.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Infografik-Final.jpg 3667w, https:\/\/www.hoseonline.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Infografik-Final-300x158.jpg 300w, https:\/\/www.hoseonline.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Infografik-Final-768x405.jpg 768w, https:\/\/www.hoseonline.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Infografik-Final-1024x540.jpg 1024w, https:\/\/www.hoseonline.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Infografik-Final-1080x570.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 1267px) 100vw, 1267px\" \/><\/a><\/h2>\n<p>Zuletzt aktualisiert: 05.11.2020<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Das_Zertifikat_%E2%80%93_eine_Garantie_fuer_Nachhaltigkeit\"><\/span>Das Zertifikat \u2013 eine Garantie f\u00fcr Nachhaltigkeit?<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Nachhaltigkeit ist derzeit viel mehr als eine reine Modeerscheinung! Der Konsument von heute trifft seine Kaufentscheidung zunehmend auf Grundlage von Nachhaltigkeitsaspekten und w\u00fcrde sich demnach durchaus auch gegen ein Produkt entscheiden, wenn dieses nicht die von ihm erwarteten Kriterien erf\u00fcllt. Die grundlegende Problematik liegt allerdings in der vorherrschenden Informationsf\u00fclle. Es entsteht eine klare Informationsasymmetrie zu Ungunsten des Verbrauchers, denn dieser kann nicht einsch\u00e4tzen, ob das Wunschprodukt auch wirklich nachhaltig hergestellt worden ist. Begrifflichkeiten wie \u201enachhaltig\u201c oder \u201e\u00f6kologisch\u201c werden zudem in der heutigen Zeit inflation\u00e4r gebraucht. Jedes Unternehmen m\u00f6chte sich in der \u00d6ffentlichkeit ausschlie\u00dflich positiv darstellen: \u201eWir arbeiten stets auf Basis sozialer und \u00f6kologischer Verantwortung\u201c hei\u00dft es oft. Der Konsument fragt sich also, ob die Aussagen tats\u00e4chlich stimmen oder ob es sich um reines \u201eGreenwashing\u201c handelt.<!--more--><\/p>\n<p>Damit der Kunde gegen\u00fcber einer Firma, zum Beispiel einem Textilunternehmen, Vertrauen aufbauen kann, wird nach einer L\u00f6sung f\u00fcr das Problem der Informationsf\u00fclle gesucht. Eine M\u00f6glichkeit stellen <strong>Zertifizierungen<\/strong> dar: Einerseits k\u00f6nnen sie hilfreich sein, die Echtheit der Aussagen in Bezug auf Nachhaltigkeit zu erfassen (solange sie einheitlich sind), andererseits versch\u00e4rfen sie die Problematik, wenn sie im Rahmen des Greenwashings (sich selbst und die eigenen Produkte gr\u00fcn darstellen, obwohl sie es nicht sind) als reine Marketingma\u00dfnahme genutzt werden.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Laesst_sich_das_Dilemma_loesen\"><\/span>L\u00e4sst sich das Dilemma l\u00f6sen?<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Eine Grundvoraussetzung, um das vorherrschende Dilemma einzud\u00e4mmen, ist die Transparenz in der Markenpolitik. Mittlerweile ver\u00f6ffentlichen viele Unternehmen einen sehr umfangreichen Nachhaltigkeitsbericht mit Statistiken und Darstellungen, die deutlich aufzeigen, in welchen Bereichen sich die Firma nachhaltig engagiert oder eben nicht. Solch ein Bericht wirkt insbesondere dann glaubw\u00fcrdig, wenn auch Grenzen aufgezeigt werden und das Unternehmen \u201enegative Zahlen\u201c offenbart. Zudem ist es extrem wichtig, den Kunden in Bezug auf die verwendeten Labels aufzukl\u00e4ren. Es muss deutlich werden, wof\u00fcr ein Label steht oder woher es stammt.<\/p>\n<p>Die Einflusskraft des Verbrauchers ist ein weiterer Ansatzpunkt, um Unternehmen auf die Wichtigkeit einer transparenten und nachhaltigen Markenpolitik hinzuweisen. Auf Internetportalen k\u00f6nnen Marken in Bezug auf die Echtheit ihrer Nachhaltigkeitskampagnen bewertet werden. Durch ein Teilen der dort gewonnen Informationen in sozialen Netzwerken oder im Bekanntenkreis und nicht zuletzt auch durch bewusstes eigenes Handeln (z.B. Kaufboykott) kann \u201eerfolgreiches Greenwashing\u201c einged\u00e4mmt werden.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"So_wichtig_ist_Konsumenten_das_Thema_Nachhaltigkeit\"><\/span>So wichtig ist Konsumenten das Thema Nachhaltigkeit<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Der Trend in der Modebranche geht derzeit ganz klar in Richtung \u201eSlow Fashion\u201c (Gegenseite: \u201eFast Fashion\u201c). Immer mehr Menschen legen gro\u00dfen Wert auf die Langlebigkeit ihrer Kleidung \u2013 Sie kaufen bewusst ein, leihen sich gerne auch mal etwas aus oder besuchen Second Hand L\u00e4den.<\/p>\n<p>Eine Studie des Marktforschungsinstituts Dr. Grieger &amp; Cie hat ergeben, dass <strong>75%<\/strong> der 1019 Befragten beim Kauf auf Nachhaltigkeitskriterien achten, <strong>60%<\/strong> empfinden zudem das G\u00fctesiegel als enorm wichtig und der Gro\u00dfteil w\u00fcnscht sich auch von Fast Fashion Anbietern mehr nachhaltig hergestellte Mode. Eine weitere Studie (aus dem Jahr 2015, Marktforschungsinstitut Defacto Research &amp; Consulting GmbH &amp; Zeitschrift Absatzwirtschaft) zeigt deutlich auf, dass ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte der 2886 befragten Konsumenten beim Kauf von Kleidung auf \u00f6kologische Aspekte und auch auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit den nat\u00fcrlichen Ressourcen Wert legen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hoseonline.de\/damen?blog=1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-2621 size-full\" title=\"Damenmode auf HoseOnline bestellen\" src=\"https:\/\/modemagazin.hoseonline.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/2-09-damenmode.jpg\" alt=\"Damenmode auf HoseOnline bestellen\" width=\"1200\" height=\"264\" srcset=\"https:\/\/www.hoseonline.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/2-09-damenmode.jpg 1200w, https:\/\/www.hoseonline.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/2-09-damenmode-300x66.jpg 300w, https:\/\/www.hoseonline.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/2-09-damenmode-768x169.jpg 768w, https:\/\/www.hoseonline.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/2-09-damenmode-1024x225.jpg 1024w, https:\/\/www.hoseonline.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/2-09-damenmode-1080x238.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auf dem Papier m\u00f6gen diese Zahlen stimmen \u2013 die Realit\u00e4t sieht aber h\u00e4ufig anders aus. Denn wenn sich wirklich jeder von uns so vorbildlich verhalten w\u00fcrde, wie es die beiden genannten Studien darstellen, w\u00fcrden Anbieter von Fast Fashion auf lange Sicht gesehen den K\u00fcrzeren ziehen. Und wir w\u00fcrden Kleidung nicht mehr wie Wegwerfartikel im Kleiderschrank anh\u00e4ufen.<\/p>\n<p>Eine Studie von Greenpeace hat ergeben, dass <strong>96%<\/strong> der 502 befragten Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren bereits von schlechten Arbeitsbedingungen in der Textilbranche geh\u00f6rt haben. Auch Siegel werden von einem gro\u00dfen Teil der Befragten als hilfreich angesehen. Wenn es um den neuen Pullover oder die angesagte Jeans geht, achten aber <strong>nur 13%<\/strong> der Jugendlichen auf eine nachhaltige Produktion.<\/p>\n<p>Woher kommt dieses inkonsequente Verhalten? Neben dem bereits beschriebenen fehlenden Vertrauen durch die Masse an Nachhaltigkeitssiegeln muss man in Bezug auf die Jugendlichen wohl vor allem den finanziellen Aspekt anf\u00fchren: Wer die Wahl zwischen drei Fast Fashion Teilen oder einem \u00f6kologisch produzierten Kleidungsst\u00fcck hat, der entscheidet sich f\u00fcr die Masse und gegen die Qualit\u00e4t. Auch Spontank\u00e4ufe k\u00f6nnen als m\u00f6gliche Gr\u00fcnde betrachtet werden.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Das_sagen_Textilunternehmen_zum_Thema_Nachhaltigkeit\"><\/span>Das sagen Textilunternehmen zum Thema Nachhaltigkeit<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Noch bis vor kurzem \u00e4hnelte das Treiben in der Modebranche einem Marathonlauf: Es ging in erster Linie darum, in kurzen Abst\u00e4nden neue Kollektionen auf den Markt zu bringen und diese m\u00f6glichst g\u00fcnstig zu produzieren, um den gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Gewinn zu machen. Nat\u00fcrlich lebt die Modewelt auch heute noch von steter Ver\u00e4nderung und rasanten Entwicklungen, der Trend geht aber gl\u00fccklicherweise auch hier zu einem <strong>verantwortungsvolleren Umgang mit Ressourcen<\/strong>. Aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Siegeln und fehlenden gesetzlichen Bestimmungen, was als nachhaltig zu bezeichnen ist und was nicht, l\u00e4sst sich nur schwer ausmachen, wie viele Firmen auf nachhaltige Produktion setzen. Sehr wohl l\u00e4sst sich aber feststellen, welche Unternehmen bestrebt sind, Kleidung \u00f6kologisch und sozialvertr\u00e4glich herzustellen.<\/p>\n<p>Die Greenpeace \u201eDetox-Kampagne\u201c hat es sich zum Ziel gesetzt, Schadstoffe aus der Kleidung zu verbannen. Gerade in den asiatischen L\u00e4ndern, in denen ein Gro\u00dfteil der in Europa vertriebenen Kleidung produziert wird, werden Fl\u00fcsse durch Abw\u00e4sser aus Textilfirmen vergiftet und viele Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der Startschuss f\u00fcr die Entgiftungskampagne fiel im Jahr 2011, seitdem haben <strong>79 Unternehmen des internationalen Textilmarkts die Detox-Verpflichtung<\/strong> unterschrieben. Ziel ist es, <strong>bis 2020<\/strong> Schadstoffe durch ungef\u00e4hrliche Stoffe zu ersetzen.<\/p>\n<p>Unter den Unterst\u00fctzern der Kampagne sind Billigmodelabels ebenso wie einige Luxusmarken. Letztere sind \u00fcbrigens h\u00e4ufig die Schlusslichter in puncto schadstofffreie Produktion. Wer Kleidung zu einem h\u00f6heren Preis einkauft, erh\u00e4lt dadurch also nicht zwangsl\u00e4ufig ein hochwertiges Teil aus einer guten Produktion. Outdoor-Mode-Labels sind h\u00e4ufig ebenfalls nicht gerade Vorbilder in Sachen Nachhaltigkeit, auch wenn diese Unternehmen den Konsumenten eine gewisse Naturverbundenheit vorgaukeln.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Zertifizierungen_%E2%80%93_derzeitiger_Standpunkt\"><\/span>Zertifizierungen \u2013 derzeitiger Standpunkt<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>In der Modebranche existiert derzeit kein gesetzlich gesch\u00fctztes Zertifikat, vielmehr steht der Konsument vor einer F\u00fclle an kleinen und voneinander unabh\u00e4ngigen G\u00fctezeichen. Zu bekannten Bio-Siegeln in der Fashionwelt geh\u00f6ren unter anderem Oeko-Tex, Global Organic Textile Standard (GOTS) sowie Naturleder IVN zertifiziert.<\/p>\n<p><strong>Der grobe Zertifizierungsprozess von Oeko-Tex Standard 100<\/strong><\/p>\n<p>Oeko-Tex Standard 100 wurde im Jahr 1992 gegr\u00fcndet und z\u00e4hlt zu den weltweit bekanntesten Testsystemen f\u00fcr Textilien. Produkte werden nur dann zertifiziert, wenn sie ausnahmslos alle erforderlichen Kriterien des Kriterienkatalogs erf\u00fcllen. Es gilt dabei folgende goldene Regel: <em>Umso intensiver der Hautkontakt des Kleidungsst\u00fcckes, desto strikter die Regelungen. <\/em><\/p>\n<p>Unterschieden werden im Wesentlichen vier Produktklassen:<\/p>\n<ol>\n<li>Babyartikel und Kleidung f\u00fcr Kleinkinder<\/li>\n<li>Artikel mit direkten und lang andauerndem Hautkontakt<\/li>\n<li>Artikel ohne oder mit nur sehr geringem Hautkontakt<\/li>\n<li>Ausstattungsmaterialien<\/li>\n<\/ol>\n<p>Bei den Laborpr\u00fcfungen untersuchen die Experten unter anderem folgende Aspekte des vorliegenden Artikels: pH-Wert, Schwermetalle, Farbechtheit, Pestizide oder auch L\u00f6sungsmittelr\u00fcckst\u00e4nde.\u00a0 Nach einem erfolgreichen Test im Labor wird dem Hersteller f\u00fcr sein Produkt das Oeko-Tex Zertifikat \u00fcbergeben, welches f\u00fcr exakt ein Jahr g\u00fcltig ist und nach Ablauf sowie erneuter Pr\u00fcfung verl\u00e4ngert werden kann.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend beim Oeko-Tex Standard 100 nur das Endprodukt betrachtet wird, werden beim Oeko-Tex Standard 1000 auch die Betriebsst\u00e4tten der Textilindustrie nach \u00f6kologischen Kriterien bewertet. Zus\u00e4tzlich zu den \u00f6kologischen Aspekten werden beim Siegel Oeko-Tex-Standard 100plus au\u00dferdem die Arbeitsbedingungen untersucht.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Der_Zertifizierungsprozess_gemaess_Global_Organic_Textile_Standard_GOTS\"><\/span>Der Zertifizierungsprozess gem\u00e4\u00df Global Organic Textile Standard (GOTS)<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Die Global Organic Textile Standard International Working Group besteht aus vier Mitgliedsorganisationen (Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft, Soil Association, Organic Trade Association und Japan Organic Cotton Association) und untersucht die gesamte Produktionskette sowie die Arbeitsbedingungen. Eine Zertifizierung kann von Textilverarbeitungs-, Konfektions- und Handelsbetrieben beantragt werden. Das Zertifizierungssystem setzt auf j\u00e4hrliche Inspektionen vor Ort, die sich auf alle Betriebe innerhalb der Lieferkette beziehen. F\u00fcr eine Zertifizierung nach GOTS m\u00fcssen alle Kriterien des Kriterienkataloges erf\u00fcllt werden. Untersucht werden z. B.<\/p>\n<ul>\n<li>das Verarbeitungs- und Lagersystem<\/li>\n<li>die verwendeten Textilhilfsmittel (z.B. Farbstoffe)<\/li>\n<li>die Abwasserkl\u00e4ranlagen<\/li>\n<li>soziale Mindestkriterien (z.B. durch vertrauliche Gespr\u00e4che mit den Arbeitern, Einsicht in Personalakten)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Betriebe, die ein GOTS Zertifikat haben, k\u00f6nnen dieses zur Werbung nutzen. Sollten nicht alle Produkte zertifiziert sein, muss das aber unbedingt deutlich werden. Weiterhin darf es zu keinen Verwechslungen zwischen zertifizierten und nicht-zertifizierten Produkten kommen.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Das_Fazit\"><\/span>Das Fazit<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Ein langfristig erfolgreiches (Mode-)Unternehmen hat den Willen und die F\u00e4higkeit, aktuellen Herausforderungen \u2013 dazu geh\u00f6ren Chancen und Risiken \u2013 gerecht zu werden. Zu einer derzeitigen gro\u00dfen Herausforderung z\u00e4hlt der Trend hin zur Nachhaltigkeit. Da von Seiten der Gesellschaft der allgemeine Wunsch besteht, dass Fashionhersteller bei der Produktion von Kleidung auf die Umwelt und die Gesundheit des Menschen Acht geben, bietet sich f\u00fcr das Unternehmen die Chance, der Gesellschaft zu beweisen, dass es auf diese Bed\u00fcrfnisse eingeht. Auf der anderen Seite entsteht ein Risiko, sobald Ans\u00e4tze des Greenwashings deutlich werden.<\/p>\n<p>In zahlreichen Studien wird eine klare Tendenz in Richtung \u201enachhaltigeres Verhalten\u201c deutlich, allerdings besteht heute noch viel Nachholbedarf \u2013 f\u00fcr die Unternehmen <em>und <\/em>den Konsumenten. Entscheidend ist, dass eine kontinuierliche und vor allem auf Vertrauen basierte Kommunikation zwischen den beiden Partien gepflegt wird. Da es derzeit noch kein gesetzlich gesch\u00fctztes Zertifikat gibt, nimmt die gr\u00fcndliche Aufkl\u00e4rung des Verbrauchers eine enorme Rolle ein!<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Infografik_einbetten\"><\/span>Infografik einbetten<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p><textarea style=\"width: 540px; height: 50px;\">&lt;p&gt;&lt;a href=&#8220;https:\/\/modemagazin.hoseonline.de\/die-bedeutung-der-zertifizierung-in-der-modebranche\/&#8220;&gt;&lt;img src=&#8220;\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Infografik-Final.jpg&#8220; alt=&#8220;Nachhaltigkeit in der Textilbranche&#8220; width=&#8220;1240px&#8220; border=&#8220;0&#8243; \/&gt;&lt;\/a&gt;&lt;\/p&gt;&lt;br \/&gt;&lt;br \/&gt;&lt;br \/&gt;&lt;br \/&gt;&lt;br \/&gt;&lt;br \/&gt;&lt;br \/&gt;<br \/>\n&lt;p&gt;<\/textarea><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zuletzt aktualisiert: 05.11.2020 Das Zertifikat \u2013 eine Garantie f\u00fcr Nachhaltigkeit? Nachhaltigkeit ist derzeit viel mehr als eine reine Modeerscheinung! Der Konsument von heute trifft seine Kaufentscheidung zunehmend auf Grundlage von Nachhaltigkeitsaspekten und w\u00fcrde sich demnach durchaus auch gegen ein Produkt entscheiden, wenn dieses nicht die von ihm erwarteten Kriterien erf\u00fcllt. Die grundlegende Problematik liegt allerdings in der vorherrschenden Informationsf\u00fclle. Es entsteht eine klare Informationsasymmetrie zu Ungunsten des Verbrauchers, denn dieser kann nicht einsch\u00e4tzen, ob das Wunschprodukt auch wirklich nachhaltig hergestellt worden ist. Begrifflichkeiten wie \u201enachhaltig\u201c oder \u201e\u00f6kologisch\u201c werden zudem in der heutigen Zeit inflation\u00e4r gebraucht. Jedes Unternehmen m\u00f6chte sich in der \u00d6ffentlichkeit ausschlie\u00dflich positiv darstellen: \u201eWir arbeiten stets auf Basis sozialer und \u00f6kologischer Verantwortung\u201c hei\u00dft es oft. 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