Modetrend Menocore: Was verbirgt sich hinter diesem neuen Style?

8. September 2017

Der Menocore-Trend

Mode bedeutet für die meisten unter uns, schick gekleidet zu sein und vor allem so auszusehen, dass es Anderen gefällt. Mit dem sogenannten „Menocore“ Trend wird einen Gegen-Welle in Gang gesetzt. Nun heißt es: Schluss mit sexy Looks, die auf Männer attraktiv wirken, gleichzeitig aber häufig unbequem zu tragen sind und her mit Fashion, die für pure Lebensqualität und 100% Wohlfühlgarantie steht.

Der Modetrend Menocore als Reaktion auf den in den 90ern von Designer Calvin Klein in Gang gesetzten Normcore-Trend beinhaltet den Begriff „Menopause“ und ist nicht direkt an einen einzelnen Designer gebunden. Gemeint ist, auf Damenmode zurückzugreifen, welche normalerweise Frauen in den Wechseljahren tragen würden.

Lust am Älteraussehen – Wofür steht der „Menopausen-Look“?

Der Menopausen-Style zählt nicht nur zu den aktuellen Modetrends, sondern ist vielmehr ein Lebensgefühl oder eine Einstellung. Der „Omi-Look“ ist gemacht für Frauen, die das Bedürfnis danach haben, sich so zu kleiden, dass sie sich wohlfühlen – ohne Rücksicht darauf, wie andere darüber denken und reden könnten. Der Trend bringt den Respekt jüngerer Frauen gegenüber älteren, gestandenen Damen zum Ausdruck. Sexuelle Aspekte rücken dabei völlig in den Hintergrund. Demnach hat Menocore Frauenmode ausschließlich bequem, praktisch und komfortabel zu sein – Fashion, mit der der Alltag eben leichter zu bewältigen ist.

Ebenfalls beinhaltet der Fashiontrend Menocore einen emanzipatorischen Gedanken: Frauen können mehr als nur „gut auszusehen“!

Die erste Frau im jüngeren Alter, die den „Menopausen-Trend“ vorgemacht hat, ist die Instagrammerin Leandra Medine. Sie zeigt, dass sie ältere Damen als Stilvorbilder betrachtet und begeistert durch eine unglaubliche Ausstrahlung trotz „Rentner“-Mode, die insbesondere bei den Herren der Schöpfung nicht besonders gut ankommt.

Wie sieht ein „Menocore“ Look aus?

Mode für Frauen im Menocore-Style erlaubt alles, was bequem und praktisch ist. Unförmige, sackartige Leinen-und wallende Damenhosen, gradlinige Röcke und Kleider, Strick, lässige Damenpullover oder auch Pantoletten zählen zu nur einigen wenigen Möglichkeiten, die den Trend komplett machen.

Aber auch auf Accessoires muss nicht verzichtet werden: Abgerundet wirkt der männerabstoßende Look, wenn auf üppigen Schmuck, Fischerhüte und Ketten aus großen, bunten Natursteinen zurückgegriffen wird…Und ganz ist das Outfit, das auch als „Öko-Outfit“ durchgehen könnte.

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Das Fazit – Was macht den „Menocore“ Trend so besonders?

Besonders individuell ist der Menocore Style vor allem deshalb, weil er nicht zu den „klassischen“ Modetrends 2017 zählt, sondern viel mehr dahinter steckt: 100 prozentige Lebensqualität.

Wir Frauen haben es häufig satt, uns so zu kleiden, wie es anderen Menschen gefallen könnte. Oft erschweren zwickende Hosen, hautenge Shirts und Blusen den (Berufs-)Alltag oder man bekommt das Gefühl „verkleidet zu sein“.

Fest steht: Fashion im Menocore-Stil ist nicht jedermanns Sache – dennoch ist sie eine nette Alternative für junge Mädels (zwischen 20 und 30 Jahren), die sich gerne mal in das Leben einer gestandenen Dame hineinversetzen möchte – zumindest insoweit, wie es durch Mode eben möglich ist.

Wer dem Trend bislang noch skeptisch gegenübersteht, kann und sollte den bequemen Style einfach mal ausprobieren und in der Freizeit auf lässige Damenshirts, XXL Blusen oder auch auf eine wallende Hose zurückgreifen. Ganz nach dem Lebensmotto: Sich kleiden, wie es einem selber gefällt!

 

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